Rassebeschreibung

Rassebeschreibung

Die Heilige Birma ist eine stämmige, mittelgroße Katze mit einem etwas gestreckten Körper und kräftigen Beinen.

Das Fell ist halblang mit seidiger Textur. Es filzt nicht und ist trotz seiner Länge pflegeleicht.
Am Hals trägt die Birma eine schöne Halskrause, die sich allerdings erst im Alter von 2-3 Jahren oder nach der Kastration zeigt.
Sie besitzt einen kräftigen Kopf mit schönen blauen Augen, mit einer "römischen Nase" und gut ausgeprägten Wangen.

Die Birmakatze zählt zu den Pointkatzen. Nur die kühleren Körperregionen sind ausgefärbt. Die Pigmentierung beschränkt sich also auf das Gesicht, die Ohren, die Beine, den Schwanz und bei Katern die Hoden.

Die Kitten kommen fast vollkommen weiß auf die Welt. Erst allmählich entwickeln sich die typischen farbigen Points. Zuerst färben sich die Ränder der Ohrmuscheln, dann zeigt sich die Farbe auch an der Nase und dem Schwanz. Zuletzt beginnen sich die Beine zu färben. Nach etwa 1,5 Wochen erkennt man bei den dunkleren Farben die Umrisse der Handschuhe. Bei den Farben red-point und red-tabby-point kann es Wochen, bei den noch helleren Farben lilac-point, lilac-tabby-point, creme-point bzw. creme-tabby-point dauert es oft Monate, bevor die genauen Umrisse der Handschuhe und der Sporen einwandfrei erkennbar sind.

Mit ca. einem Jahr ist die Entwicklung der Points meist beendet. Die Maske im Gesicht hat dann ihre endgültige Größe erreicht und auch die übrigen Points haben ihre Entwicklung abgeschlossen.

Anerkannte Pointfarben

  • Solid-Point:
    seal-point, blue-point, chocolate-point, lilac-point, red-point, creme-point
  • Tabby-Point:
    seal-tabby-point, blue-tabby-point, chocolate-tabby-point, lilac-tabby-point, red-tabby-point, creme-tabby-point
  • Tortie-Point:
    seal-tortie-point, blue-tortie-point, chocolate-tortie-point, lilac-tortie-point
  • Tortie-Tabby-Point (=Torbie-Point):
    seal-tortie-tabby-point, blue-tortie-tabby-point, chocolate-tortie-tabby-point, lilac-tortie-tabby-point

Der restliche Körper ist elfenbeinfarben, variiert aber je nach Pointfarbe etwas im Farbton.

Als besonderes Merkmal trägt die Birmakatze an den Füßen vier weiße Stiefel, die sogenannten "Handschuhe".
Auf der Rückseite der Hinterbeine bildet das Weiß einen Keil. Diese weißen Spitzen bezeichnet man als "Sporen".

Charakter

Nicht nur das Aussehen macht diese Rasse so liebenswert - es ist vor allem der Charakter, dessen Faszination kaum einen Birmabesitzer wieder los lässt.

Birmakatzen sind sehr anhänglich und menschenbezogen. Unter all ihren "Lieben" gucken sie sich oft "ihren Menschen" heraus, zu dem sie ein besonders inniges Verhältnis entwickeln. Diesem Menschen folgen sie dann, hundeähnlich, auf Schritt und Tritt. Sie erwarten dann auch entsprechende Aufmerksamkeit.

Sie sind sehr kinderlieb und deshalb die ideale Familienkatze. Diese charmante Katze ist sehr sanft und oft bis ins hohe Alter verspielt.

Die meisten Birmakatzen sind sehr verschmust, um nicht zu sagen aufdringlich. Wenn eine Birma ihre Streicheleinheiten einfordert ist es am besten ihr nachzugeben, denn sie versteht es sanft, aber bestimmt, ihren Willen durchzusetzen. Sie bezaubert durch schnurren, "Nasenküsschen", lecken, Köpfchen geben, um die Beine streichen und manche Linien können auch ihre Stimme recht variationsreich einsetzen.

Manche Birmas apportieren sogar oder gehen "bei Fuß" wie ein Hund, wenn sie ihre Streicheleinheiten wollen.

Für das Wohlbefinden der Birma ist Gesellschaft äußerst wichtig. Keinesfalls sollte eine Birma alleine leben. Ein Spielkamerad ist ein Muss.
Für die Gesellschaft eignen sich natürlich am besten Birmas, aber auch andere Rassen stellen kein Problem dar. Bei Wurfgeschwistern entfällt das anfängliche Aneinandergewöhnen, aber auch andere Katzen und Hunde sind normalerweise, nach einer kurzen Eingewöhnungszeit für eine Birma kein Problem.

Zu anderen Tieren haben sie ein sehr ausgeglichenes Verhältnis. Fremden Menschen gegenüber zeigen sie eine gewisse Gelassenheit.

Eine gut aufgezogene Birma ist extrem anhänglich und menschenbezogen. Meist sitzen die Birmas in Sichtweite ihrer Menschen, um sie bei ihren Tätigkeiten zu beobachten und zu "unterstützen". Nicht einmal im Bad hat man seine Ruhe. Und wer Katzen nicht ins Bett lassen will, hat bei einer Birma meistens verloren, denn sie liebt den Körperkontakt zu ihren Menschen und möchte auch nachts nicht darauf verzichten.

Das Temperament der Birma ist ausgeglichen und liegt irgendwo zwischen der spritzigen Siam- und der ruhigen Perserkatze.

Fellpflege

Birmaliebhaber dürfen sich nicht durch helle Fusseln an Möbeln oder Kleidung aus der Fassung bringen lassen. Obwohl die Birmakatze mit ihrer mäßigen Unterwolle wenig Fellpflege benötigt, wird ihre Umgebung im Fellwechsel intensiv mit Haaren bedacht, die durch ihre helle Farbe vor allem auf dunklen Gegenständen gut zur Geltung kommen.

Katzen durchlaufen regelmäßig vier verschiedene Phasen:

1. Anagene Phase - Haarwachstum
2. Katagene Phase - Übergangsstadium
3. Telogene Phase - Ruhephase
4. Exogene Phase - Ausfall

Zusätzlich tauscht die Katze zwei Mal im Jahr ihr komplettes Fell aus. Vom dicken Winterfell auf leichtes Sommerfell und umgekehrt. Der Fellwechsel ist dabei abhängig von den Temperatur- und Lichtverhältnissen.

Die Haare landen nicht nur auf der Kleidung und der gepolsterten Einrichtung, sondern leider auch im Magen der Katze. Mit ihrer rauen Zunge nehmen Katzen beim Putzen viele der Haare auf. Diese sammeln sich im Magen-Darm-Trakt, wo sie sich mit Speisebrei und Verdauungssäften zu festen Haarballen formen können. Diese Haarballen können den Magenausgang verlegen, zu Magenschleimhautentzündungen führen oder einen Darmverschluss auslösen. Um dies zu vermeiden, würgen die Katzen regelmäßig die Haarballen hervor.

Um deine Katze beim Fellwechsel zu unterstützen, besonders von Winter zu Sommer, ist tägliches bürsten unerlässlich! Besonders wichtig ist es, die Katzen nicht nur am Rücken, sondern auch am Bauch zu bürsten. Damit entfernst du die losen Haare, beugst Haarballen vor und verhinderst Verfilzungen des Fells.

Zusätzlich sollte Katzengras angeboten werden, um das Hervorwürgen auszulösen und es der Katze somit zu erleichtern!


"Einmal Birma - Immer Birma!"

Die Heilige Birmakatze - Claudia Ricken

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Birma mit römischer Nase, seal-tabby-point

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Birmakitten mit bereits leicht gefärbten Ohren

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Birmakitten mit bereits sichtbaren Sporen
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Sporen am Hinterbein
Birma blue-tabby-point

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Birma chocolate-point

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Birma seal-tortie-tabby-point

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Birma lilac-tabby-point

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Birma chocolate-tabby-point

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Birma chocolate-point